Das Programm PEPS für junge Erwachsene mit Psychosen
Das Programm PEPS des FNPG richtet sich an junge Erwachsene, die mit Schwierigkeiten im Zusammenhang mit einer psychotischen Störung konfrontiert sind oder ein erhöhtes Risiko aufweisen, eine Psychose zu entwickeln. Ziel des Programms ist es insbesondere, Anhedonie (Unfähigkeit, bei einer Tätigkeit Freude zu empfinden) und Apathie zu verringern, indem die Fähigkeit gestärkt wird, positive Emotionen wahrzunehmen, aufrechtzuerhalten und zu regulieren.
Anzeichen einer beginnenden Psychose erkennen
Eine Psychose im Frühstadium zu erkennen, ist nicht immer einfach. Vor dem Auftreten einer ersten psychotischen Episode zeigen manche Menschen erste Anzeichen, sogenannte Prodromalsymptome. Für sich genommen sind diese Veränderungen nicht unbedingt krankhaft. Erst ihr gemeinsames Auftreten, ihre Entwicklung und ihre Auswirkungen auf den Alltag können Anlass zur Sorge geben. So kann ein junger Erwachsener beispielsweise zunehmend das Interesse an seiner Ausbildung verlieren oder einen eingeschlagenen Bildungsweg abbrechen. Eine solche Veränderung ist nicht zwangsläufig ein Anzeichen einer psychischen Störung. Treten jedoch weitere Veränderungen hinzu – etwa auffällige Verhaltensweisen, veränderte Interessen, eine Umkehr des Schlaf-Wach-Rhythmus, ein Rückzug aus dem gewohnten Freundeskreis oder ein zunehmender sozialer Rückzug –, kann dies ein Warnsignal sein, das eine fachärztliche Abklärung erfordert.
Rechtzeitig handeln
Solche Anzeichen können mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer psychotischen Störung verbunden sein. Wird dieses Risiko frühzeitig erkannt und bereits vor dem Auftreten einer ersten psychotischen Episode eine Behandlung eingeleitet, kann dies nachweislich eine langfristige schützende und präventive Wirkung im Hinblick auf die Entwicklung einer chronischen Erkrankung wie Schizophrenie oder einer chronischen bipolaren Störung haben. Voraussetzung dafür ist, bereits vor Ausbruch der Erkrankung zu handeln und gefährdete Personen frühzeitig zu erkennen.
Das Programm PEPS
Das Programm PEPS des FNPG (Programm für positive Emotionen bei Schizophrenie und verwandten Störungen) ist Teil dieses Ansatzes zur Früherkennung und Frühintervention. Es richtet sich an Personen mit einer beginnenden Psychose oder einem erhöhten Risiko, eine psychotische Störung zu entwickeln. Ziel ist es, Anhedonie – also die verminderte oder fehlende Fähigkeit, Freude zu empfinden – und Apathie zu verringern und die Fähigkeit zu stärken, positive Emotionen wahrzunehmen, aufrechtzuerhalten und zu regulieren. Das Programm umfasst unter anderem Entspannungsübungen und das Erlernen neuer Fähigkeiten. Das Programm besteht aus acht einstündigen Sitzungen in Gruppen von fünf bis zehn Teilnehmenden. Interessierte können sich beim FNPG anmelden.