Demande en pédopsychiatrie en hausse
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Zunahme der Anmeldungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie: Ursachen und Lösungsansätze

Immer mehr Kinder und Jugendliche benötigen psychologische Betreuung: Beim FNPG haben die Anmeldungen seit letztem Jahr stark zugenommen. Ängste, Depressionen und Verhaltensstörungen gehören zu den häufigsten Problemen. Gleichzeitig sind die Ressourcen knapp. Das FNPG setzt deshalb auf eine engere Zusammenarbeit mit den Kinderärztinnen und -ärzten. 

Seit Anfang 2026 verzeichnet das Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie des FNPG (ZKJP) eine Zunahme der Neuanmeldungen. Die Folge ist ein Anstieg der Wartezeiten, was wiederum zu einer Zunahme der kinder- und jugendpsychiatrischen Notfälle und der stationären Aufenthalte führt. Die Ursachen für diesen Anstieg sind unklar. Studien zeigen jedoch, dass sich die psychische Gesundheit junger Menschen bereits seit den 2010er-Jahren verschlechtert. Als möglicher Einflussfaktor gelten die sozialen Medien, deren Auswirkungen durch Konflikte sowie gesellschaftliche Krisen und Gesundheitskrisen zusätzlich verstärkt werden können. 

Verhaltensstörungen, Ängste und Suizidrisiko 

Das Spektrum psychischer Schwierigkeiten von Kindern und Jugendlichen reicht von Angststörungen, Depressionen, Essstörungen und Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation bis zu suizidalem Verhalten und komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen. Zudem nehmen die Anmeldungen für Abklärungen im Bereich der neurologischen Entwicklungsstörungen zu. Dazu gehören Autismus-Spektrum-Störungen, ADHS und sogenannte «Dys»-Störungen wie Dyslexie und Dysorthografie. Meist sind es besorgte Eltern, die Hilfe suchen. Teilweise meldet sich aber auch die Schule oder die Jugendlichen suchen sich selbst Hilfe. 

Früherkennung ist entscheidend 

Erfreulich ist, dass die Sensibilisierung für psychische Probleme zugenommen hat. Heute werden Schwierigkeiten leichter erkannt und behandelt. Das ist wichtig, denn unbehandelte psychische Störungen können weitreichende Folgen haben: schulische und soziale Probleme, familiäre Konflikte oder auch Substanzkonsum. Werden psychische Störungen chronisch, können ihre Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter fortbestehen. Dazu gehören Schwierigkeiten im beruflichen Werdegang, eine schlechtere körperliche Gesundheit und eine stärkere Abhängigkeit von Sozialleistungen. Besonders schwer wiegt das Risiko suizidalen Verhaltens: Suizid ist bei den 15- bis 29-Jährigen die dritthäufigste Todesursache. 

Doppelspurigkeiten binden knappe Ressourcen 

Dass sich verschiedene Akteure um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen kümmern, hat bisweilen auch eine Kehrseite. So wenden sich Eltern mitunter an das ZKJP, obwohl ihre Kinder bereits von mehreren Fachpersonen aus dem Bereich der psychischen Gesundheit betreut werden und nicht unbedingt einer ambulanten Behandlung im ZKJP bedürfen. Das FNPG hat deshalb die Kinderärztinnen und -ärzte um Unterstützung gebeten. Eine erste Abklärung durch die behandelnde Kinderärztin oder den behandelnden Kinderarzt mit anschliessender Zuweisung an die geeignete Stelle kann dazu beitragen, die verfügbaren Ressourcen gezielter einzusetzen. 

Kinderärztinnen und -ärzte kennen das Umfeld 

Kinderärztinnen und -ärzte kennen die betroffenen Kinder und ihre Lebenssituation häufig gut. Sie können deshalb sowohl die Dringlichkeit einer Behandlung als auch die Unterstützungsmöglichkeiten im familiären und sozialen Umfeld einschätzen. Sie können Kindern und Jugendlichen auch Psychopharmaka verschreiben. Auf diese Weise können jene Fälle prioritär behandelt werden, bei denen eine spezialisierte kinder- und jugendpsychiatrische Abklärung notwendig ist. Gleichzeitig bleiben so genügend Kapazitäten für kinder- und jugendpsychiatrische Notfälle erhalten.